
Mit dem Klimamobilitätsplan fördert das Land Maßnahmen der Stadt mit 75 Prozent. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den motorisierten Individualverkehr bis 2030 auf 60 Prozent des jetzigen Stands zu reduzieren. Die Verwaltung hatte im Februar dieses Jahres ein Forum Klimamobilitätsplan mit verschiedenen Akteuren in der Stadt eingeladen. Im Vorfeld fand eine Bürgerbeteiligung online mit 1.000 Teilnehmer*innen dazu statt. Das macht Mut. Nur ist seitdem nichts mehr passiert, weder im Gemeinderat noch in der Öffentlichkeit. Schon im Februar hatte Bürgermeister Sigel die Euphorie gebremst, weil die Stadt zu jeder Maßnahme 25 Prozent selbst aufbringen muss. Die Linke weist nochmals darauf hin, dass jede Maßnahme durch Zaudern und Warten teurer wird.
Mit einem Antrag hatte sie schon 2023 31 Teilstücke aufgelistet, die im Radwegenetz fehlen. So fehlt z.B. eine sichere Verbindung zwischen der Haldenstraße und dem Goerdelerweg oder ein Radweg über die Eisenbahnbrücke in Zell. Die Zeller*innen warten schon seit einigen Jahren auf einen zuverlässigen Takt auf den Egert oder zum Hangelstein. Kommt die versprochene Linie 117 in 2028 wirklich? Währenddessen hält die Verwaltung seit Jahren an einem Carsharing-Konzept fest, das von Fachleuten als unbrauchbar gesehen wird.
Die Liste der Klimabaustellen ist noch viel länger als wie man sie hier beschreiben könnte. Die Mobilität ist der Sektor, der bislang nichts zu den Klimaschutzzielen der Stadt beigetragen hat, das Gejammer der Autolobby im Gemeinderat ist groß.
Rücken die Klimaschutzmaßnahmen künftig auf den Plan oder bleiben sie in der Schublade versteckt? Die Linke bleibt am Thema dran.



Ablauf der Kundgebung in Stuttgart

Auf nach Stuttgart!
