Zukunftschance Kögel-Areal

Die Debatte um das Kögel-Gebäude und den städtischen Haushalt ist an einem Wendepunkt. Angesichts eines Rückgangs der Gewerbesteuereinnahmen um ca. 36 Mio. Euro muss die Stadt Investitionen tätigen, die die Wirtschaftskraft stärken, statt sie durch langfristige Schulden zu schwächen. Der geplante Kauf und die Sanierung des Kögel-Gebäudes für 20 Mio. Euro als Stadtbücherei müssen daher kritisch hinterfragt werden – auch für die finanzielle Handlungsfähigkeit Esslingens.

Ein Blick auf vergleichbare Städte wie Reutlingen, Erlangen, Heidelberg, Göttingen und Hanau zeigt: Flächen um 3.000 m² sind keineswegs ein Auslaufmodell. Dort florieren moderne Konzepte, die den Handel revitalisieren. Es darf jedoch keine ruinöse Konkurrenz zu etablierten Institutionen entstehen. Der inhabergeführte Einzelhandel ist das Herz der Innenstadt; ihn zu ergänzen, statt zu verdrängen, hat Priorität.

Dass die Fläche von 3.000 m² marktfähig ist, belegen aktuelle Trends der Immobilienwirtschaft für das Jahr 2026. Statt 20 Mio. Euro Steuergelder im Kögel zu binden, sollten wir über partnerschaftliche Modelle nachdenken. Anbieter für modernes Wohnen, Einrichtungsstudios oder Konzepte wie die Markthallen AG, die regionale Manufakturen und Ateliers bündeln, suchen zentrale, große Flächen. Ein privat entwickeltes Kögel-Areal generiert Miet- und Gewerbesteuer, statt Kosten zu verursachen. So bleibt Spielraum erhalten.

Unser Vorschlag lautet: „Neustart beim Haushalt“. Wir müssen das Kögel-Gebäude wirtschaftlich nutzen und gleichzeitig unsere kulturellen Schätze bewahren. Am 8. März haben die Bürger das Wort. Stimmen wir für solide Finanzen und belebte Denkmäler. Ja zum Pfleghof!

Polit-Schwergewicht im Wahlkampf-Endspurt

Gregor Gysi zum Wahlkampf-Endspurt in Esslingen

Am Donnerstag, den 19. Februar 2026 kommt Gregor Gysi, einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker der Linken, nach Esslingen ins Neckar Forum. Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März schickt Die Linke ihr rhetorisch brillantestes Zugpferd nach Esslingen. Ab 19:00 Uhr (Einlass 18:15 Uhr) wird er im Rahmen der heißen Wahlkampfphase die Bühne betreten, um für den Einzug seiner Partei in den Landtag zu werben.

Diese Landtagswahl ist in mehrerlei Hinsicht historisch. Zum einen hat Die Linke dieses Jahr die realistische Chance zum ersten Mal in den Landtag einzuziehen. Aktuelle Umfragen sehen sie bei 7 Prozent. Und es darf ruhig noch etwas mehr werden. Dafür steht das extrem hohe Engagement der vielen, gerade neuen Parteimitglieder – sei es bei Infoständen, beim Plakatieren, beim Flugblätter verteilen oder bei Haustürgesprächen. Die Linke ist nicht nur bei vielen jüngeren Wähler*innen gut angesehen, auch immer mehr ältere Mitbürger*innen sehen in ihr eine Kraft, die sich glaubhaft für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzt. Eine linke Opposition würde der Politik im Ländle gut tun.

Des weiteren gibt es neben der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre eine Reform des Wahlsystems: Zum ersten Mal haben die Wähler*innen in BaWü zwei Stimmen, wie bei der Bundestagswahl. Mit der Erststimme wird direkt eine Person im Wahlkreis gewählt, während die Zweitstimme über die Stärke der Parteien im Landtag entscheidet – und damit auch ob und wie stark Die Linke in den Landtag einzieht.

Gysi wird darüber sprechen, wie das Leben wieder bezahlbar gemacht werden kann, welche Bedeutung soziale Gerechtigkeit für den Zusammenhalt der Gesellschaft hat, wie Demokratie und Rechtsstaat attraktiver werden. Wer das Berliner Urgestein kennt, weiß, dass ihn eine Mischung aus messerscharfer Analyse und humorvollen Anekdoten erwartet. Für Politikinteressierte ist dieser Abend im Neckar Forum die perfekte Gelegenheit, kurz vor dem Urnengang noch einmal tief in die Debatten einzutauchen.

Neustart beim Haushalt, nicht bei der Bücherei!

Der städtische Haushalt muss neu gerechnet werden; Foto: Die Linke

Mit scharfer Kritik an der Verwaltungsspitze und einem Plädoyer für den Erhalt des Pfleghofs hat Stadtrat Martin Auerbach die aktuelle Haushaltsdebatte verschärft. Angesichts von ca. 36 Mio. Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen als vor Weihnachten noch gedacht, fordert die Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Für eine ehrliche Finanzpolitik statt kostspieliger Immobilien-Projekte und Streichungen beim städtischen Personal „unten“, wo OB Klopfer schon mehr als die bereits geplanten 188 Vollzeitstellen angedeutet hat. Die Linke lehnt auch mögliche Schließungen kleiner Kitas, ebenso wie die Abschaffung des Stadttickets ab. Aus unserer Forderung, die Sanierung der Abt-Fulrad-Straße auf Eis zu legen könnte jetzt zumindest eine Verschiebung der Maßnahme werden.

Außerdem sehen wir auch Einsparpotenzial beim Stadtmarketing (EST), das ein Millionen-Defizit einfährt und halten an unserer Forderung fest, einen der vier Bürgermeisterposten abzuschaffen.

Besonders im Fokus steht für uns der mögliche Kauf des Kögel-Gebäudes für eine neue Stadtbücherei. Wir haben eine schöne Stadtbücherei, in einem Haus, das der Stadt gehört. Jetzt rund 20 Mio. Euro für Kauf und Sanierung des Kögel auszugeben, verkennt die finanzielle Situation der Stadt. Wenn der Kögel gekauft wird ist zu befürchten, dass kein Geld für das „versprochene“ Museumsquartier im Bebenhäuser Pfleghof und im Gelben Haus da sein wird. OB Klopfer hat hier angedeutet, dass dann ja Pop Up-Kultur im Pfleghof stattfinden könnte. Das heißt, ab und zu eine kulturelle Veranstaltung und dazwischen steht das Haus leer. In den 2030er Jahren könne man dann ja entscheiden, was man mit dem Pfleghof macht. Hier kann sich jede/r selbst überlegen, was das für den Pfleghof bedeuten kann. Auch hinterfragen wir kritisch, wie die CityInitiative mit Haushaltsmitteln den Bürgerentscheid beeinflusst.

Statt Makulatur zu verabschieden, braucht es eine Planung mit seriösen Zahlen. Unser Gegenvorschlag: „Neustart beim Haushalt, aber kein Neustart bei der Bücherei.“

Am 8. März haben die Bürger*innen bei der Bücherei das Wort, ob sie auf Versprechen bauen, die finanziell längst auf Treibsand stehen. 

Die Linke trauert um Edda Höfer

Edda Höfer – Eine Frau voller Energie und Leidenschaft; Foto: Privat

Wir trauern um Edda Höfer, eine Frau voller Energie und Leidenschaft für die Musik, die Kultur und vor allem für die Menschen. Ob die engagierte Pädagogin einen Chor in der Schule oder in der Freizeit leitete, mit ihrer Begeisterungsfähigkeit brachte sie vielen Menschen zeitgenössische oder
klassische Kunst nahe, die diese Menschen sonst eher nicht erreicht hätte. Edda hatte unendlich viele musikalische und kunstvolle Schätze, die sie gerne mit anderen teilte – besonders mit ihren Enkeln.

In der Politik brannte die Feministin für eine wirkliche Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit. Erreichen Männer leichter ihr Ziel, weil sie andere Chancen haben und besser gehört werden? Davon ließ Edda sich nicht abschrecken. Sie stand zu ihrer Meinung und ging als Vorbild voran. Für Die Linke engagierte sich die Parteilose als beratendes Mitglied im Kultur- und Sozialausschuss. Dabei erwarb sie sich mit ihrem umfangreichen Wissen und ihrer spürbaren Freude an der Kultur auch bei den anderen Fraktionen großen Respekt. Hätte dieser Ausschuss nur mal auf sie gehört, so stände „der Patient“, eine sehr besondere Skulptur, nicht mehr im Smog der vierspurigen Kiesstraße vor dem Wolfstor, sondern an einem würdevolleren Platz, wo man ihn wirklich bestaunen könnte. Unser Mitgefühl gilt ihrem Lebensgefährten und ihrer Familie. Mit ihnen werden wir Edda in unseren Herzen und in bester Erinnerung behalten.

Heiße Phase des Wahlkampfs beginnt

Die heiße Phase des Wahlkampfs beginnt.

Am morgigen Samstag informiert Die Linke Esslingen mit einem Infostand von 10:00 bis 14:00 Uhr auf der Inneren Brücke zwischen Gebäude 19 und 21. Kommt/kommen Sie einfach mal vorbei.

Ebenfalls am morgigen Samstag spricht Jan van Aken um 18:00 Uhr in der Lutherkirche in Nürtingen.

Und am Sonntag, 25.01.2026 findet unser Neujahrsempfang ab 11:00 Uhr im Lux (Maille 4, Esslingen) statt.

Nutzen Sie doch bitte den Stadtpass

Jedes Kind muss am gesellschaftlichen Leben teilhaben können; Foto: Die Linke

Kennen Sie schon den Stadtpass? Der Esslinger Stadtpass ermöglicht es Familien und Alleinerziehenden mit geringem Einkommen, Bezug von Wohngeld, Grundsicherung oder Asylbewerberleistungen ihre Kinder am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen. Wenn Sie berechtigt sind, hat das nichts mit Betteln zu tun – es steht Ihnen einfach zu. Immerhin sind es 250 Euro pro Jahr und Kind, die Sie relativ unbürokratisch für Freizeit, Sport und Bildung einsetzen können. Unsere Forderungen gehen zwar darüber hinaus: Für öffentliche Angebote wollen wir für Menschen mit geringem Einkommen freien Zugang. Aber die 250 Euro sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

„Nutzen Sie doch bitte den Stadtpass“ weiterlesen

Mister Trump räumt auf

Das Völkerrecht muss auch für Trump gelten!

Das neue Jahr zeigte allen Neujahrswünschen die kalte Schulter und dokumentiert mal wieder, dass Wünsche eben nur Ausdruck von Hoffnungen sind. Das zeigt sich drastisch am völkerrechtswidrigen Vorgehen von Mister Trump durch die Entführung des Staatspräsidenten von Venezuela Maduro. Wurde die Denkweise des amerikanischen Präsidenten anfänglich noch als spinnig abgetan, straft sein Vorgehen diese Meinung: Mister Trump ist kein Spinner, er ist ein eiskalter Demagoge, ein machtbesessener Präsident mit Ambitionen, sich die Welt untertan zu machen. Das ist beängstigend, denn welches Land ist das nächste, dem das Schicksal Venezuelas droht? Kolumbien, Kuba, Grönland? „Mister Trump räumt auf“ weiterlesen

Protest gegen Völkerrechtsbruch

Es ist unglaublich, was sich Donald Trump mit dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Venezuela erlaubt, auch wenn Maduro und sein Regime brutal gegen Kritiker vorgehen und korrupt sind. Diese dreiste Völkerrechtsverletzung ist Imperialismus in Reinform und muss verurteilt werden – wie bei jedem anderen Land, das sich so verhält, auch z. B. Russlands Angriff auf die Ukraine.
Wir rufen deshalb auf, an der Protestkundgebung morgen, Montag, 05.01.2026 um 18:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Esslingen teilzunehmen.