
Das Friedenskollektiv Esslingen veranstaltete Mitte März mit Unterstützung der Linken an der Nikolauskapelle eine Mahnwache gegen den Iran-Krieg. Die Teilnehmer*innen brachten in Reden, Liedern und auf Transparenten ihre Wut und Empörung gegen diesen Wahnsinn zum Ausdruck. Luftangriffe gegen den Iran führen zu zivilen Toten – nicht zum Regimewechsel. Es ist ein erneuter Völkerrechtsbruch durch die USA und Israel. Die Haltung der Bundesregierung zu diesem Angriffskrieg ist eine teilnahmslose Zustimmung zur Macht des Stärkeren und zu Krieg als politischem Mittel – beschämend. Dass es auch anders geht, zeigt Spanien, das den USA für diesen Krieg die Flugrechte von seinem Land aus verweigert. Kein Problem wird gelöst, im Gegenteil: Wie soll sich das iranische Volk von dem mörderischen Regime befreien, wenn es sich bis auf weiteres vor amerikanischen und israelischen Bomben verstecken und schützen muss? Wem soll es denn vertrauen? Wird sich der Krieg zum Flächenbrand ausweiten? Der Krieg ist für Menschenrechte, Demokratie und einen inneren Frieden im Iran völlig kontraproduktiv. Nachdem sich der Iran kurz vor Kriegsbeginn bereit erklärt hat, auf kriegstüchtiges nukleares Material zu verzichten und internationale Kontrollen zuzulassen, ist jetzt zu befürchten, dass sich der Iran jeder Kontrolle entzieht und tatsächlich eine Atombombe baut. Es wird Zeit, dass Atomwaffen weltweit verschrottet werden und sich die Bundesregierung der Kriegslogik der NATO verweigert. Auch wenn es vielen Menschen aussichtslos erscheint, müssen wir uns gegen die Kriegsgefahr stemmen. Deshalb rufen wir für Samstag, 4. April zum Ostermarsch in Stuttgart auf, Treffpunkt 11 Uhr vor dem Bahnhof Esslingen.



Dass Die Linke den Einzug in den baden-württembergischen Landtag verpasst hat, erstaunt nicht nur uns selbst. Wochen schon vor der Wahl wurden uns satte 7 % an Wähler*innenstimmen prognostiziert, die sich dann allerdings am Wahlabend im Fundus der Grünen wiederfanden. Offensichtlich wollten viele Wähler*innen mit ihrem Stimmungswandel einen drohenden CDU-Ministerpräsident verhindern, was wohl auch gelang.
Die Enttäuschung ist groß und wird auch nicht dadurch kleiner, dass wir zugelegt und unser bestes Ergebnis in Ba-Wü erreicht haben. Wir hatten so darauf gehofft, dass wir es schaffen und es endlich eine linke Opposition im Landtag gibt. Die Zuspitzung auf den Zweikampf Özdemir oder Hagel hat uns sicher viele Stimmen gekostet. Wir wollen auch keinen Hagel, aber eine linke Oppostion im Landtag wäre schon wichtig gewesen.


Die sanierungsbedürftige Adenauerbrücke steht sinnbildlich für den Zustand des Esslinger Haushalts: tragfähig – aber nur noch im Grenzbereich. Was lange wie eine stabile Konstruktion wirkte, gerät ins Wanken. Am 20.02.2026 erreichte die Stadt eine weitere Mitteilung des Finanzamts: Die Gewerbesteuer für 2025 sinkt erneut – um weitere 24,4 Mio. Euro. Ursprünglich waren 94,7 Mio. Euro eingeplant, Ende Januar sprach man noch von 68,9 Mio. Euro. Nun liegen die tatsächlichen Erträge bei rund 44 Mio. Euro. Das ist kein Schönheitsfehler, das ist ein Einbruch.