
Der Equal Pay Day 2026 fiel in Deutschland auf den 27. Februar. Das heißt: Frauen arbeiten rechnerisch fast zwei Monate im Jahr unbezahlt. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke liegt weiterhin bei 16 Prozent. Seit der Einführung des Equal Pay Day vor fast zwanzig Jahren hat sich daran erschreckend wenig geändert. Das ist kein Fortschritt – das ist Stillstand mit Ansage.
Diese Lohnlücke ist kein individuelles Problem und kein statistischer Ausreißer. Sie ist politisch gewollt und ökonomisch nützlich. Frauenarbeit wird systematisch geringer bewertet, weil sie billig sein soll. Pflege, Erziehung, soziale Dienstleistungen, Dienstleistung insgesamt: Diese Arbeit hält unsere Gesellschaft zusammen. Und trotzdem wird sie schlecht bezahlt, überlastet und unsichtbar gemacht. Das ist keine Ungerechtigkeit – das ist Ausbeutung.
Die Partei Die Linke zieht daraus eine klare Konsequenz: Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – ohne Ausnahmen. Solange Arbeit mit Menschen schlechter bezahlt wird als Arbeit mit Maschinen oder Profiten, gibt es keine Gleichstellung, sondern Klassenpolitik auf dem Rücken von Frauen.
Das Entgelttransparenzgesetz ist dabei nichts als ein Feigenblatt. Freiwilligkeit schützt nicht vor Diskriminierung, sie schützt die Profiteure. Wer Lohngerechtigkeit wirklich will, braucht ein verbindliches Entgeltgleichheitsgesetz mit klaren Pflichten für Unternehmen, mit Kontrollen, mit Sanktionen. Alles andere ist Beruhigungspolitik.
Die Lohnlücke beginnt außerdem dort, wo Frauen den Großteil der Sorge‑ und Pflegearbeit tragen. Teilzeit ist kein „Lifestyle“, sondern Zwang. Doppelbelastung kein Schicksal, sondern politische Realität. Care‑Arbeit muss aufgewertet, soziale Infrastruktur massiv ausgebaut werden.
Tarifbindung, armutsfester Mindestlohn, starke Gewerkschaften: Wo Beschäftigte organisiert sind, ist die Lohnlücke kleiner. Wo sie es nicht sind, wächst die Ungleichheit.
Der Equal Pay Day und der 8. März sind keine Symboltage. Sie sind Kampftage. Wer Veränderung will, muss Druck machen. Organisieren wir uns, verweigern wir den Normalzustand, werden wir laut und unbequem. Beteiligen wir uns am Frauenstreiktag am Montag, 9. März um 16 Uhr, Rathausplatz.
Und machen Sie am Sonntag von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Tragen Sie dazu bei, dass es mit der Linken eine starke Stimme für Gleichberechtigung im neuen Landtag gibt. Und wer es mit der Linken hält, ist am Sonntag herzlich zu unserer Wahlparty ab 17 Uhr im KOMMA eingeladen.
Wir fordern: Gleiche Arbeit. Gleicher Lohn. Jetzt.



Die sanierungsbedürftige Adenauerbrücke steht sinnbildlich für den Zustand des Esslinger Haushalts: tragfähig – aber nur noch im Grenzbereich. Was lange wie eine stabile Konstruktion wirkte, gerät ins Wanken. Am 20.02.2026 erreichte die Stadt eine weitere Mitteilung des Finanzamts: Die Gewerbesteuer für 2025 sinkt erneut – um weitere 24,4 Mio. Euro. Ursprünglich waren 94,7 Mio. Euro eingeplant, Ende Januar sprach man noch von 68,9 Mio. Euro. Nun liegen die tatsächlichen Erträge bei rund 44 Mio. Euro. Das ist kein Schönheitsfehler, das ist ein Einbruch. 






